Redebeitrag der Rot-Schwarzen Initiative über Fluchtursachen bei der "Mut gegen Rechts"-Demo am 15. Juli 2017 in Ludwigsburg.
"Fluchtursachen sind vielschichtig, aber ihre gemeinsame Basis ist die Zerstörung der Welt durch Kriege, Ausbeutung und Umweltzerstörung. Die weltweit produzierte Nahrung würde mehr als ausreichen, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Die meisten Kranken könnten heute geheilt werden und die Medizin könnte das Leiden auf ein Minimum reduzieren. Der technische Fortschritt ist längst soweit, dass alle Menschen auf der Welt ein menschenwürdiges Leben führen könnten.
Dienstag, 25. Juli 2017
Mittwoch, 12. April 2017
Links, rechts, Hufeisen? Kommentar zum Extremismus-Begriff
In
der politischen Debatte werfen Politiker*innen, Medien und manche(!)
Gesellschaftswissenschaftler*innen radikal linke und radikal rechte
politische Einstellungen gerne unter dem Begriff „Extremismus“ in einen
Topf. Ganz links und ganz rechts würden sich irgendwie ähneln und seien
gleichermaßen abzulehnen. Das politische Spektrum sei eine Art
„Hufeisen“, die sogenannten „politischen Ränder“ würden sich also
einander annähern.
Was ist dran? Von den politischen Zielsetzungen her
ist es absurd: Marxist*innen und Anarchist*innen (linksradikal) streben
eine klassenlose bzw. herrschaftsfreie Gesellschaft an, Rechtsradikale
fordern beispielsweise eine rassistische Law-and-Order-Politik bis hin zur
faschistischen Diktatur. Eines haben sie tatsächlich gemeinsam: Weder
die klassenlose Gesellschaft noch der Faschismus ist eine bürgerliche
Demokratie. Das ist es dann auch schon im Wesentlichen, worauf es
bürgerlich-demokratischen Ideolog*innen
ankommt. Da geht es nicht darum, politische Strömungen zu definieren
oder zu beschreiben, sondern sie als Feind*innen der herrschenden
Verhältnisse zu identifizieren und zu brandmarken – und zwar völlig
losgelöst vom Inhalt der jeweiligen Kritik am bestehenden System. Ob
jemand am Staat kritisiert, dass er nur durch Gewalt existieren
kann oder ob jemand eine andere, grausamere Staatsform möchte: Beides ist in dieser Lesart gleichermaßen „extremistisch“ - eine Verharmlosung des Faschismus, die ihresgleichen sucht.
Die Bestimmung eines Gegenstandes darüber, was er nicht ist, ist willkürlich. So lässt sich zwischen allem eine Gemeinsamkeit
konstruieren: Faschismus und Demokratie sind beide kein Kommunismus; Demokratie und Kommunismus sind jeweils
kein Faschismus. Äpfel und Birnen sind beide keine Bananen. Kaum ein*e
noch so fanatische*r Bananen-Anhänger*in würde behaupten, Äpfel und
Birnen wären aufgrund ihres Nicht-Bananen-Seins zwei Extreme des
Obstspektrums, die sich einander hufeisenartig annähern.
Montag, 20. März 2017
Interview: Austritt aus Linkspartei nach 12 Jahren
"Fuck you, Linkspartei! Ich will wieder in den Spiegel schauen können!" - Mit diesen Worten ist Ryk Fechner nach über zwölf Jahren aus der Linkspartei ausgetreten. Er war zweieinhalb Jahre lang Landessprecher der Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg und sieben Jahre lang im Kreisvorstand der Linkspartei in Konstanz - jeweils mit Unterbrechungen. Hauptsächlich organisierte er Veranstaltungen, motivierte zahlreiche junge Menschen für linke Politik und machte Öffentlichkeitsarbeit für Partei und Jugendverband. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Antimilitarismus, Antirassismus und Hedonismus. Wir haben mit ihm über die Hintergründe seines Parteiaustritts gesprochen - und darüber, wie eine erfolgreiche linke Öffentlichkeitsarbeit aussehen kann.Freitag, 25. November 2016
Obdachlosigkeit unsichtbar machen? Nein, abschaffen!
Sit-In auf der Königstraße - Sitzbänke erhalten
Samstag, 26. November 2016, ab 11.30 Uhr
Königstraße 1B, Stuttgart
(Initiator: Luigi Pantisano, SÖS)
Flugblatt der Rot-Schwarzen Initiative:
Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart hat beschlossen, obdachlosen Menschen den Aufenthalt in der Königstraße so unangenehm wie möglich zu machen und zu diesem Zweck Sitzgelegenheiten auf der Königstraße zu entfernen. Das zeigt, dass die Stadt gar nichts dagegen hat, wenn Menschen keine Wohnung haben. Sie sollen sich nur nicht dort aufhalten, wo andere shoppen gehen. Wozu auch – schließlich sind die Mittellosen ohnehin von dem breiten Warenangebot ausgeschlossen.
Statt uns im aktuellen Streit um Sitzmöglichkeiten zu verzetteln, werfen wir einen Blick darauf, weshalb Menschen überhaupt obdachlos sind:
Samstag, 26. November 2016, ab 11.30 Uhr
Königstraße 1B, Stuttgart
(Initiator: Luigi Pantisano, SÖS)
Flugblatt der Rot-Schwarzen Initiative:
Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart hat beschlossen, obdachlosen Menschen den Aufenthalt in der Königstraße so unangenehm wie möglich zu machen und zu diesem Zweck Sitzgelegenheiten auf der Königstraße zu entfernen. Das zeigt, dass die Stadt gar nichts dagegen hat, wenn Menschen keine Wohnung haben. Sie sollen sich nur nicht dort aufhalten, wo andere shoppen gehen. Wozu auch – schließlich sind die Mittellosen ohnehin von dem breiten Warenangebot ausgeschlossen.
Statt uns im aktuellen Streit um Sitzmöglichkeiten zu verzetteln, werfen wir einen Blick darauf, weshalb Menschen überhaupt obdachlos sind:
Sonntag, 13. November 2016
Luther-Geburtstagsfeier: So geschichtsvergessen wie befürchtet
Am 10. November veranstaltete die evangelische Kirche in Ludwigsburg eine "Geburtstagsfeier für Martin Luther", nur zwei Stunden nach der Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht auf dem Synagogenplatz. Zwei Aktivistinnen der Rot-Schwarzen Initiative haben die Martin-Luther-Feier besucht: Die Kirche hat ihre Zusicherung, Luther auch kritisch zu beleuchten, nicht eingehalten. Lediglich von einem "schwierigen Verhältnis" Luthers zu Jüd*innen war die Rede. Der Reformator hatte seinerzeit dazu aufgerufen, "die Synagogen und Schulen der Juden niederzubrennen".
Sonntag, 6. November 2016
LB-Hoheneck: 150 demonstrieren gegen AfD-Veranstaltung
Donnerstag, 3. November 2016
Kein Raum für AfD und Reichsbürger!
Da vergeht einem der Appetit: Am 6. November will
Björn Höcke (AfD) im Krauthof in Ludwigsburg „Klartext sprechen“. Was
das bedeutet, weiß mittlerweile jede*r: Menschenverachtende Hetze,
kombiniert mit Verschwörungstheorien. Leider ist das kein „Einzelfall“
und auch kein „Versehen“, dass der Krauthof der Verbreitung von Hass und
Hetze einen Raum bietet: Die AfD tagte dort dieses Jahr bereits vier
Mal, zuletzt in Form von Wahlpartys an den Abenden der Landtagswahlen in
Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Am 20. Mai hielt Moritz Brodbeck,
Vorsitzender der Jungen Alternative Baden-Württemberg im Krauthof einen
Vortrag. Brodbeck gilt als führender Aktivist der rechtsradikalen
„Identitären Bewegung“.
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